Interim Manager als Brücke zwischen den Generationen
In kaum einem unternehmerischen Moment sind Chancen und Risiken so eng beieinander wie beim Generationenwechsel im Familienunternehmen. Ein erfolgreicher Übergang sichert Jahrzehnte aufgebauter Substanz, schützt Arbeitsplätze und bewahrt das Vertrauen von Kunden und Lieferanten. Ein missglückter Übergang kann ein gesundes Unternehmen in wenigen Jahren ernsthaft gefährden. Und doch zeigen aktuelle Daten: Trotz wachsendem Bewusstsein für die Herausforderungen bleibt die Vorbereitung in vielen Fällen unzureichend.
Eine Welle steht bevor – und sie ist größer als erwartet
Das Institut für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn hat in seiner aktuellsten Schätzung (2025) ermittelt: Im Zeitraum von 2026 bis 2030 stehen in rund 186.000 deutschen Familienunternehmen Übergaben an. Jährlich sind davon etwa 480.000 Beschäftigte betroffen. Hinter diesen Zahlen steht ein simples demografisches Faktum: Zwischen 2025 und 2035 erreicht die Hälfte der mittelständischen Unternehmer ein rentenreifes Alter. Der Generationenwechsel ist kein zukünftiges Ereignis – er findet gerade statt, in tausenden Unternehmen gleichzeitig.
Gleichzeitig wächst die Nachfolgelücke. Laut DIHK-Befragungen suchten allein im Jahr 2024 fast 10.000 Firmeninhaber den Rat ihrer Industrie- und Handelskammer für neutrale Unterstützung in der Nachfolge – ein Anstieg von 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr und ein historischer Rekordwert. Auf der anderen Seite registrierten die IHKs nur rund 4.000 potenzielle Übernahmeinteressenten. Das Ungleichgewicht ist offensichtlich: Einer wachsenden Zahl übergabewilliger Unternehmer steht kein proportional wachsender Pool an Nachfolgern gegenüber.
Familieninterne Nachfolge: Wunsch und Wirklichkeit klaffen auseinander
Der Wunsch vieler Unternehmer, das Lebenswerk innerhalb der Familie weiterzugeben, ist verständlich – und statistisch betrachtet nach wie vor der häufigste Wunsch. Doch die Realität ist komplexer. Laut IfM Bonn übergeben gut die Hälfte der vor der Nachfolgefrage stehenden Familienunternehmen tatsächlich innerhalb der Familie. Knapp 17 Prozent wählen eine unternehmensinterne Lösung über Mitarbeiter, und 29 Prozent übertragen das Unternehmen an externe Käufer. Die familieninterne Nachfolge hat dabei in den vergangenen Jahren leicht an Bedeutung verloren – unternehmensexterne Lösungen gewinnen hingegen.
Was die Statistiken nicht zeigen, ist der emotionale und organisationale Stress, der in jedem dieser Übergangsprozesse steckt. DIHK-Befragungen über den Zeitraum von 2016 bis 2025 belegen: Durchschnittlich 34 Prozent der Senior-Unternehmer berichten von Schwierigkeiten, sich emotional von ihrem Lebenswerk zu lösen. Rund 40 Prozent fordern zu Beginn der Verkaufsverhandlungen einen zu hohen Kaufpreis. Und ein ähnlich großer Anteil geht die Nachfolge nicht rechtzeitig an. Diese menschlich nachvollziehbaren Verhaltensweisen können einen Übergabeprozess empfindlich gefährden.
Der blinde Fleck: Die Übergangsphase selbs
tIn der Diskussion über Unternehmensnachfolge dreht sich vieles um die Frage, wer das Unternehmen übernimmt. Wenig Aufmerksamkeit erhält die Phase dazwischen: der Zeitraum, in dem der alte Inhaber bereits zurücktreten möchte oder muss, der neue Nachfolger aber noch nicht die volle operative Verantwortung übernehmen kann oder will. Genau hier entstehen die gefährlichsten Momente eines Generationenwechsels. Entscheidungen werden verzögert. Mitarbeiter verlieren die Orientierung. Kunden spüren die Unsicherheit. Lieferanten reagieren zurückhaltender.
Diese Übergangsphase dauert selten nur wenige Wochen. Das IfM Bonn hat belegt, dass Nachfolgeprozesse mit ausreichend langer Vorlaufzeit – in der Praxis fünf Jahre und mehr – deutlich höhere Erfolgswahrscheinlichkeiten aufweisen als solche, die kurzfristig und ungeplant ablaufen. Die Realität sieht häufig anders aus: Viele Übergaben werden zu spät eingeleitet, die Zeit für eine geordnete Übergangsphase fehlt, und das Unternehmen muss mit einer Führungssituation umgehen, die weder der Vergangenheit noch der Zukunft angehört.
Interim Management als neutrale Brücke
Genau für diese Übergangsphase ist ein erfahrener Interim Manager in einer Geschäftsführungs- oder Bereichsleitungsrolle das präzise Instrument. Er oder sie trägt keine Familiengeschichte, schuldet niemandem Loyalität und hat keine persönlichen Interessen an der Nachfolgeentscheidung. Diese Neutralität ist in familiären Unternehmensübergaben kein Nachteil – sie ist ein erheblicher struktureller Vorteil. Der Interim Manager hält das operative Geschäft stabil, während die strategischen Nachfolgefragen in Ruhe und ohne Zeitdruck geklärt werden.
„Ein Generationenwechsel ist kein Projekt, das man nebenbei managt. Wer die Übergangsphase unterschätzt, riskiert nicht nur einen holprigen Start – er riskiert den Verlust von Vertrauen, das über Jahrzehnte aufgebaut wurde. Ein neutraler Interim Manager schützt genau dieses Vertrauen.“ – Günter Klose, Inhaber von Klose Interim Management
Wissenstransfer und Stabilität: Mehr als Überbrückung
Ein professionell eingesetzter Interim Manager übernimmt in einer Nachfolgesituation nicht nur operative Verantwortung. Er dokumentiert implizites Wissen, das bisher ausschließlich in der Person des Alt-Inhabers lag, strukturiert Prozesse für eine transparente Übergabe und bereitet das Unternehmen organisatorisch auf die neue Führungsgeneration vor. Er ist damit nicht Überbrücker, sondern Ermöglicher: Er schafft die Voraussetzungen dafür, dass der Nachfolger – ob familienintern oder extern – auf einem stabilen Fundament aufbauen kann. Gerade in sensiblen Nachfolgesituationen entscheidet die richtige Führungspersönlichkeit über Stabilität, Vertrauen und den langfristigen Erfolg eines Unternehmens.
Klose Interim Management aus Ronneburg begleitet Familienunternehmen mit erfahrenen Persönlichkeiten, die Verantwortung übernehmen, Orientierung geben und den Generationenwechsel professionell gestalten. Weitere Informationen unter www.klose-interim.de.
Klose Interim Management mit Sitz in Ronneburg ist ein spezialisierter Provider für zeitlich befristete Führungskräfte in verschiedenen Unternehmensbereichen. Das von Günter Klose geführte Unternehmen vermittelt erfahrene Interim Manager insbesondere für Logistik, Einkauf, Supply Chain, Finanzen und Produktion sowie weitere Fachbereiche.
Mit der Bereitstellung passender Interim-Profile innerhalb von 48 Stunden bietet Klose Interim Management schnelle und flexible Lösungen bei Vakanzen, Transformationsprojekten, Restrukturierungen und Unternehmensexpansionen.
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