Vom Filmset in die Führungsetagen: Karen Hempel verbindet Kognitive Neurowissenschaft und Schauspielkunst zu ihrem Leadership-Konzept Neuro-Charisma.
Köln/Mastershausen – Rückkehr an den Drehort:
Fast zwei Jahrzehnte nach den Dreharbeiten zu Edgar Reitz‘ preisgekröntem Filmepos „Heimat 3“ kehrte Karen Hempel an den Drehort Mastershausen im Hunsrück zurück; diesmal nicht als Schauspielerin, sondern als Kognitive Neurowissenschaftlerin, Unternehmerin, Autorin und internationale Keynote-Speakerin.
Beim Internationalen Speaker Slam präsentierte sie ihr Leadership-Konzept „Neuro-Charisma“. Bereits zuvor gewann sie im Rahmen der Veranstaltung das Silent Speaker Battle, bei dem das Publikum per Knopfdruck den überzeugendsten Vortrag wählte.
„Warum vertrauen Menschen Führungspersönlichkeiten?“
Vor rund 150 Unternehmerinnen, Unternehmern und Führungskräften aus 21 Nationen sprach Hempel über eine zentrale Frage moderner Führung:
Warum vertrauen Menschen manchen Führungspersönlichkeiten – und anderen nicht?
Im Mittelpunkt ihres Vortrags stand die These, dass vertrauenswürdige Führung nicht allein durch Fachkompetenz, Hierarchien oder Managementmethoden entsteht. Entscheidend sei vielmehr die eigene innere Heimat als Zustand emotionaler Selbstverankerung, der Orientierung gibt und authentische Präsenz ermöglicht. Aus diesem persönlichen Fundament erwachsen verantwortungsvolle Entscheidungen und vertrauenswürdige Führung.
„Doch die Suche nach vertrauenswürdiger Führung ist momentan vergleichbar mit dem Perlentauchen im Ozean“, sagt Karen Hempel.
Warum ist das so?
Es gibt mehr Wissen, Trainingsformate und Führungsliteratur als je zuvor. Gleichzeitig nehmen Komplexität, Effizienzdruck, Geschwindigkeit und Überforderung zu. Für Reflexion bleibt vielen kaum noch Raum. So entsteht schnell ein „Business as usual“, ein „Rette sich, wer kann“ oder Burnout kündigt sich an. Hempel verweist darauf, dass neurowissenschaftliche Erkenntnisse Burnout nicht ausschließlich als Folge äußerer Belastungen betrachten. In Anlehnung an die Lehre eines ihrer ehemaligen Professoren könne Burnout auch als biochemischer Ausdruck einer inneren Heimatlosigkeit verstanden werden.
Fehlt dieses innere Fundament, leiden nicht nur die Selbstregulation, sondern langfristig auch die Qualität von Führung, Zusammenarbeit und Organisationskultur.
Für Hempel zeigt sich vertrauenswürdige Führung dort, wo Menschen ihr persönliches Fundament gefunden haben. Wirksame Führung entfalte sich durch die kontinuierliche und bewusste Entwicklung der eigenen Persönlichkeit.
„Neuro-Charisma – Wissenschaft trifft Schauspielkunst:“
Die wissenschaftliche Grundlage ihres modernen Leadership-Konzepts Neuro-Charisma entwickelte Karen Hempel im Masterstudium der Kognitiven Neurowissenschaft. Im Mittelpunkt ihrer Masterarbeit standen die Entwicklungsarchitektur des Kompetenz-Ichs sowie die Frage, warum innere Heimat Vertrauen entstehen lässt – die Basis vertrauenswürdiger Führung.
Daraus entstand Neuro-Charisma – ein fundiertes Leadership-Konzept, das sie gemeinsam mit Führungskräften, Unternehmen und Organisationen kontinuierlich weiterentwickelt.
Der Weg dorthin war ungewöhnlich. Nach ihrer langjährigen Schauspielkarriere wollte Hempel verstehen, warum manche Menschen allein durch ihre Präsenz Vertrauen schaffen, während andere trotz hoher fachlicher Kompetenz oder trainierter Inszenierung kaum Wirkung entfalten.
Heute verbindet Hempel in ihrem Wirkungskonzept Neuro-Charisma Erkenntnisse der Kognitiven Neurowissenschaft, Psychologie und professioneller Performance zu einem Ansatz, der Führung als Ausdruck einer gefestigten Persönlichkeit versteht.
„Führungskompetenz braucht Kante. Führungskompetenz braucht Rückgrat. Führungskompetenz braucht Integrität.“
„Von der Bühne in die Führungsetagen:“
2024 kehrte Hempel auf die internationale Bühne zurück und wirkte in einer Produktion des Physical Theatre Lab am Stella Adler Studio of Acting in New York mit.
Für sie sind Schauspiel, Neurowissenschaft und ihr Leadership-Konzept Neuro-Charisma unterschiedliche Perspektiven auf dieselbe Frage:
„Wie entsteht eine wirkungsstarke Resonanz zwischen Menschen?“
Dass sie diese Gedanken ausgerechnet am Drehort von „Heimat 3“ präsentierte, hatte für Hempel besondere Bedeutung.
Dort, wo sie einst den Begriff „Heimat“ künstlerisch verkörperte, sprach sie heute über die innere Heimat als Fundament für Glaubwürdigkeit, Resonanz und vertrauenswürdige Führung.
„Ihr Appell an Führungskräfte und gesellschaftliche Gestalter:“
Wer vertrauenswürdige Führung entwickeln will, sollte zuerst die eigene innere Verankerung stärken.
Denn Führung beginnt nicht bei der Wirkung nach außen, sondern bei der Stabilität im Inneren.
Wer anderen Orientierung geben will, braucht zunächst eine innere Heimat.
An dieser Stelle setzt ihr zeitgemäßes Konzept des Neuro-Charisma an: Es verbindet neurowissenschaftliche Erkenntnisse mit professioneller Schauspielkunst und den Prinzipien einer vertrauenswürdigen Führungskultur.
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Hempel Businessacting
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